Energiewende Hautnah
Die emotional ansprechende Ausstellung nimmt Besuchende mit auf den Weg in eine zukunftsgerechte Energieversorgung.
Die emotional ansprechende Ausstellung nimmt Besuchende mit auf den Weg in eine zukunftsgerechte Energieversorgung.
PROJEKT – Ausstellung im EnBW-Infocenter am Kraftwerk Altbach/Deizisau | AUFTRAGGEBER – EnBW Energie Baden-Württemberg AG | FLAD & FLAD – Komplettumsetzung, von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme vor Ort | HERAUSFORDERUNG – Glaubwürdig vermitteln, wie der Transfer von der herkömmlichen Energieversorgung zur klimafreundlichen Erzeugung erfolgen soll – am Traditionsstandort eines Kohlekraftwerks!
Wie stellt man als angestammter Energieversorger am Standort eines heute noch von fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerks überzeugend dar, dass der Weg zu einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Energieversorgung nur mit einer Umstellung der aktuellen Infrastruktur zu machen ist? Die Antwort lautet: mit Transparenz, Dialogbereitschaft und einer emotional ansprechenden Ausstellung.
Infocenter spielen in der Kommunikationsstrategie der EnBW eine wichtige Rolle. Dort findet ein offener Austausch zu den Fragen der Bürgerinnen und Bürger in Sachen Energieversorgung statt. Das Infocenter am Heizkraftwerk Altbach/Deizisau bei Esslingen gilt als Benchmark für diese Strategie. 150.000 Interessierte haben es in den vergangenen 20 Jahren besucht. Der Kommunikationsbedarf hat sich in den letzten Jahren jedoch gravierend verändert. Wo früher Energieeffizienz und Versorgungssicherheit im Fokus standen, sind heute Klimawandel und Energiewende die zentralen Themen.

Ganz offen spricht die Ausstellung die „fossile Vergangenheit“ des Standorts an, stellt sich der Frage der Dekarbonisierung und bekennt sich zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Gleichzeitig erläutert sie, warum Kraftwerke wie Altbach/Deizisau auch in Zukunft zur Gewährleistung von verfügbarer Leistung ihre Daseinsberechtigung haben – mittelfristig allerdings unter dem Einsatz von klimaneutralem Wasserstoff. Schließlich werden weitere Erfolgsfaktoren wie der Ausbau der Netze und nicht zuletzt fähige Mitarbeitende thematisiert.
Mit der Ausstellung will EnBW vor allem ins Gespräch kommen, denn die Energiewende wirft bei vielen Menschen Fragen auf. Die Ausstellung ist daher nicht zur Selbsterkundung gedacht, sondern die Besuchenden werden immer durch eine/n Moderator/in begleitet. Die Inszenierung setzt deshalb auf eine plakative, großzügige Darstellung, die Aufmerksamkeit erzeugt und Gesprächsanlässe liefert. So können die Moderierenden flexibel auf die Interessen jeder Gruppe eingehen und jede Besichtigung einzigartig machen.

Auf 600 m² Ausstellungsfläche erläutern zehn Themeninseln den Weg der EnBW zu einer klimaneutralen Erzeugung. Angefangen von der Historie am Standort und der Notwendigkeit zur Dekarbonisierung geht er über den Ausbau der erneuerbaren Energien, aber auch über die Gewährleistung von verfügbarer Leistung aus Kraftwerken wie in Altbach/Deizisau, die mittelfristig auf den Betrieb mit Wasserstoff umgestellt werden sollen. Schließlich werden weitere Erfolgsfaktoren wie der Ausbau der Netze und nicht zuletzt fähige Mitarbeitende thematisiert. Den Abschluss bildet eine KI-gestützte Fotobox, an denen sich Besuchende vor einem virtuell eingesetzten Hintergrund aufnehmen lassen können
Transparenz und Dialog stehen im Mittelpunkt der Kommunikationsstrategie zur Ausstellung: Alle Themen, welche die Besuchenden bewegen, dürfen hier offen angesprochen und diskutiert werden. Mit einem weitläufigen Architekturkonzept, das Blicke durch den Raum erlaubt, greift die Architektur den inhaltlichen Gedanken der Transparenz auf. Teilweise transparente Materialen und große hinterleuchtete Flächen unterstützen diese Anmutung.




An vielen Themeninseln kommen Multimedia-Elemente zum Einsatz. Gleich zu Beginn zum Beispiel schafft eine Video-, Licht- und Soundcollage eine emotional ansprechende Grundstimmung und führt zu den zentralen Themen der Ausstellung hin. Auf welche erneuerbaren Energien die EnBW setzt, präsentiert eine Multi-Monitor-Installation. Dabei spannt sie den Bogen von der großen Emotion der Naturgewalten bis zu den Details der Ausbauleistung. Ein Highlight ist das 3D-Echtzeit-Spiel zur „disponiblen Leistung“: In sechs Szenarien müssen die Besuchenden auf sich ändernde Rahmenbedingungen so reagieren, dass die Netzfrequenz im grünen Bereich bleibt, ansonsten kommt es zum „Blackout“. Alle Multimedia-Elemente können individuell durch den/die Moderierenden gesteuert werden.
Als Gegenstück zur multimedialen Inszenierung laden intuitive Bedienelemente dazu ein, „handgreiflich“ zu werden. Sie geben den Moderierenden eine Möglichkeit, die Gruppe einzubeziehen und Kernaussagen zu akzentuieren. Ein Beispiel ist die Themeninsel „Fuel Switch“: Hier kann an einem großen Schalthebel der Brennstoff zum Betrieb des Kraftwerks händisch selbst „umgeschaltet“ werden – von heute Kohle über Gas als Zwischenlösung bis mittelfristig zu klimaneutralem Wasserstoff.





Die Energiewende ist eine gewaltige Aufgabe. Einen Eindruck von den Dimensionen geben originale Anlagenteile aus EnBW-Erzeugungsanlagen wie die Rotorblattspitze einer Windenergieanlage, PV-Paneele und HGÜ-Netzkabel. Die Kaplanrohrturbine aus einem Wasserkraftwerk der EnBW baute unser Modellbau in Originalgröße nach. Sie alle geben faszinierende Einblicke in die moderne Welt der Energieversorgung und dienen als Aufhänger für den Dialog.




UNSERE LEISTUNGEN IM EINZELNEN
Themenkonzept, Kreativkonzept, Multimedia-Konzeption
Architektur, technische Konzeption
Layout und Gestaltung, Ausstellungsdesign
Licht- und Sounddesign, Screendesign
Drehbücher für Multimedia-Installationen
3D-Echtzeit-Spiel und Videos
Texterstellung für Exponate, Themeninseln und Monitorinhalte
Reinzeichnung, Produktion
Videoredaktion und Post Production
Modellbau, Exponatebau, Einbau vor Ort
Programmierung, Software-Implementierung, Elektrik
Deinstallation der bisherigen Ausstellung
Transport und Logistik
Organisatorisches und technisches Projektmanagement
©2025 FLAD & FLAD Communication GmbH
